Furaha


Pastor Salomon dankt für erhaltene Unterstützung

Das Flüchtlingskind Furaha

Update August 2015: Durch viele grosszügige Spenden konnte Feed the Hungry weltweit vielen tausend Menschen helfen. Doch noch immer leben Menschen und Kinder wie Furaha in Armut und in ständiger Angst.

Update Oktober 2013: Die Zahl der Flüchtlinge, die in den „Kibale Forest“ vor den Unruhen im Kongo nach Uganda geflohen sind, ist auf über 50’000 Menschen gestiegen. Unter diesen vielen Menschen gibt es etwa 4’000 Kinder. Diese Zahlen wissen wir von Salomon, dem Leiter eines Waisenhauses in „Kampala/Uganda“. Salomons Waisenhaus unterstützen alle Feed the Hungry Büros seit Jahren.

Vor Monaten schon ist Salomon nach „Rwamwanja“ gereist, um zu sehen, was wir dort gemeinsam für die Flüchtlinge tun können. Ein anderer Grund für seine Reise war, zu sehen wie viele Kinder noch eine Unterkunft brauchen, weil sie durch die Unruhen zu Waisen wurden. Zur Zeit ist Feed the Hungry USA Mitarbeiter Robert Boucek an der Grenze zwischen dem Kongo und Uganda. Robert wird feststellen was aktuell ausser Lebensmitteln noch benötigt wird. Auf Grund dieser Einschätzung werden wir die nächsten Hilfstransporte in das Grenzgebiet abstimmen.  Ein besonderes Augenmerk liegt wieder auf den Kindern und Robert wird sich auch über den Zustand der 5-jährigen Furaha erkundigen.

Das kleine Mädchen stammt aus dem Ort „Uvira“ im Kongo. Als Salomon sie traf, war sie sehr verängstigt. Diese Angst verstärkte sich erneut, als sie zu erzählen begann, unter welchen Umständen sie nach Uganda geflohen ist. Sie begann ihre Geschichte, indem sie sagte, sie sei vor den „fliegenden Kugeln“ geflohen. Sie sagte, die Angst vor den Kugeln machte in ihrem Herz solches Klopfen, dass sie meinte, ihr Herz würde aus ihrem Körper herauskommen. Ihre Mutter, ihr Vater und ihre vier Brüder starben alle auf der Flucht zwischen dem Zuhause im Kongo und den Wäldern im Grenzgebiet zu Uganda. Sie alleine blieb übrig. Unter Tränen berichtet sie Salomon, dass sie zusehen musste, wie ihre Familie nacheinander an den Schussverletzungen starb.

Ein Mann mit dem Namen „Mackley Mapendo“ fand sie sitzend neben den Leichen ihrer toten Familie. Der Mann nahm sie und sie rannten weiter in den Wald, weil erneut geschossen wurde. Dazu kam die Angst vor wilden Tieren, Insekten und Schlangen. Immer wieder mussten sie über Leichen steigen auf ihrer weiteren Flucht. Derselbe Mann brachte sie in das Camp an der Grenze, das im „Kibale Forest“ liegt. Der Mann entschied sich, das Kind zu behalten und sich um das Mädchen zu kümmern. Auch er hat seine Familie verloren. Furaha sagte, sie habe zwar auch im Lager Hunger, aber sie fühlt sich sicher und sie will nicht zurück in den Kongo wegen der „Fliegenden Kugeln“.

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