Brasilien

 

Die „Walking Dead“ von São Paulo

Update 8/2017

São Paulo ist mit 25 Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt der Welt und das wichtigste Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum Brasiliens. Aufgrund der starken Zuwanderung in den letzten Jahrzehnten ist die Bevölkerungszahl explosionsartig angestiegen, was zur Folge hatte, dass in der Peripherie sogenannte „Favelas“ (Slums) errichtet wurden, in denen rund zwei Millionen Menschen in grosser Armut leben. Viele Kinder und Jugendliche leben auf der Strasse und halten sich mit Betteln oder Stehlen am Leben. 70% dieser Strassenkinder sind Jungs im Alter von 7-20 Jahren. Da Kinderheime überfüllt und die Wartelisten lang sind, kommen diese Kinder früher oder später alle mit Drogen in Kontakt und werden abhängig.

Eines der gefährlichsten Stadtviertel ist das im Zentrum gelegene „Crackland“. Die Menschen hier leben wie „Zombies“. Sie sitzen ausgehungert, dreckig und völlig mit Drogen vollgepumpt an den Strassenecken. Die Lebenserwartung liegt hier bei 3-5 Jahren! Wer hier landet, endet schnell eines Nachts mit einem Kopfschuss in einer Gasse, sobald er kein Geld mehr für seine Drogen auftreiben kann.

„Handeln, bevor es zu spät ist!“

Tabea Schneider lebt seit fünf Jahren in São Paulo. Sie ist ausgebildete Kauffrau und Sozialpädagogin. Bevor sie nach Brasilien ging, arbeitete sie in der Schweiz vorwiegend mit verhaltensauffälligen Jugendlichen. In São Paulo engagierte sich Tabea zunächst in einem Strassenkinderprojekt im gefährlichen Stadtviertel „Crackland“.

2014 schloss sich Tabea Schneider dem Projekt „Missão Resgate“ an. Sie ist verantwortliche Leiterin für den Standort im Stadtzzentrum. Dort führt sie die Aufnahmegespräche für die Reha durch und ist zuständig für die Familienbegleitung der Drogenrehabewohner.

Feed the Hungry Schweiz hat ein Interview mit Tabea Schneider geführt und sie über die Arbeit vor Ort befragt:

Missão Resgate

Das Projekt „Missão Resgate“ (dt. „Mission Befreiung“) wurde bereits 1998 in São Paulo gestartet. Aufgrund der ständigen Zunahme an Drogenabhängigen wurde 2008 in Araçariguama eine Drogenreha eingerichtet. Sie liegt 50 Kilometer ausserhalb von São Paulo. Bis zu 15 Männer ab 18 Jahre können hier betreut werden.

Die Drogenreha arbeitet eng mit Psychologen und Ärzten zusammen, die einmal im Monat die Bewohner besuchen und betreuen.

Fast die Hälfte der Drogenabhängigen, die das Therapie-Programm von „Missão Resgate“ durchlaufen haben, sind dauerhaft von den Drogen losgekommen!

[Mehr Infos über das Projekt Missão Resgate finden Sie in unserem Projektflyer „Brasilien“, den Sie kostenlos bei uns anfordern oder sich hier als PDF herunterladen können.]

Bitte helfen Sie uns, die monatlichen Kosten in Höhe von CH 4´000.– für die Drogenreha mit Stadtanlaufstelle tragen zu können. Nur so kann eine kontinuierliche Fortsetzung dieser Arbeit gewährleistet werden. Geben Sie bitte „Brasilien Crackland“ als Verwendungszweck bei Ihrer Spende an.  Merci vielmals!




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